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Julya Rabinowich: Lesen, lesen, lesen

Lebe deine Träume, kenne deine Grenzen, überschreite und verteidige sie.

Das ist der Rat, den Julya Rabinowich ihren Zuhörer*innen bei einer Lesung in der Innsbrucker Stadtbibliothek mitgab. Am letzten Freitag im November wurden zahlreiche Schulklassen eingeladen, um zuzuhören, wie die Autorin ihr neuestes Jugendbuch „Hinter Glas“ vorstellte.

Von der HLWest nahmen die 3 AHW, 3 BHW und 3 FW daran teil, begleitet von Frau Tabernig, Frau Mayr-Kaufmann, Frau Kapplmüller und Frau Bragagna.

Rabinowich las mehrere Passagen aus ihrem Buch vor. Sie schreibt von der 17-jährigen Alice, die aus ihrem Leben in einer vornehmen Villa flüchtet, das einerseits von der Tyrannei ihres Großvaters und andererseits vom Mobbing in ihrer Klasse geprägt ist. Das Mädchen flüchtet zu Niko, ihrem Mitschüler und gleichzeitig ihrer großen Liebe. Allerdings wird das Leben dort dann auch nicht so, wie sie es sich gewünscht hat.

Nach der Lesung beantwortete die Autorin ausführlich zahlreiche Fragen der Schüler*innen zu ihrem Arbeiten und Leben als Schriftstellerin und zu ihren Büchern. Sie sprach von ihrer Tochter und ihrem Hund. Sie gab Tipps, wie man als Schriftsteller*in einen Verlag findet und erzählte auch von Niederlagen, wie lange man für ein Buch braucht, bis es ganz fertig ist, und dass sie nicht immer die Zeit einhalten kann. Sie sprach von ihren Preisen, aber auch von ihren Schreibblockaden und dass sie dann nach Venedig fährt. Das hat sie übrigens jetzt auch wieder vor, weil Anfang nächsten Jahres ihr neues Buch fertig werden soll. Mit ihrer witzigen und lockeren Art konnte sie die Aufmerksamkeit ihrer Zuhörer*innen fesseln, die alle gebannt zuhörten.

Gegen Ende wurde sie nach einem Tipp fürs Leben gefragt.  Sie riet ihren Zuhörer*innen, ihren Träumen zu folgen und auszuprobieren, was man will, ohne sich begrenzen zu lassen, auch auf die Gefahr hin, dabei Fehler zu machen, aber versuchen soll man es.  Man soll seine Grenzen kennen und ausloten, selber auch versuchen, sie zu überwinden, und gleichzeitig darauf achten, dass sie von anderen nicht überschritten werden. Sie ermutigte ihre Zuhörer*innen, trotz Niederlagen nicht aufzugeben.

Die Frage, ob sie glaube, dass Lesen glücklich mache, bestätigte sie mit großer Überzeugung, fügte aber auch hinzu, dass es ebenso traurig machen könne. Lesen kann uns in eine andere Welt versetzen. Man kann dabei Schicksale erleben, obwohl man gar nicht dabei war. Auf jeden Fall gab sie allen ihren Zuhörer*innen die Empfehlung mit, sie sollen lesen, lesen und nochmals lesen.

Text: 3 AHW, Ulrike Bragagna, Bilder: Birgit Tabernig

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