„Denkt mit und macht euch eure eigene Meinung! Jedes Leben muss geachtet werden!“

… das war die Botschaft von Frau Marion Fischer, 87 jährige Zeitzeugin, an die Schüler*innen der HLWest.

Marion Fischer ist nur mehr die einzige Zeitzeugin in ganz Tirol. „Ihr seid die letzte Generation, die die Möglichkeit hat, Zeitzeug*innen zu treffen, aber wenn ihr euren Enkeln mal von mir erzählt, dann lebt meine Geschichte weiter.“

Marion Fischer, eine beeindruckende Frau. Ein Großteil ihrer Familie ist in den Gaskammern von Auschwitz etc. ums Leben gekommen, sie selbst war in Italien in verschiedenen Lagern interniert, flüchtete mit ihren Eltern und ihrem Bruder von dort in die Schweiz, erlebte dabei sowohl lebensrettende Mitmenschlichkeit als auch vernichtende Ausgrenzung und lebt seit vielen Jahren in Innsbruck. Hier wurde sie noch nach dem Krieg als Jüdin beschimpft und degradiert.

Sie erzählt aus ihrem Leben und betont immer wieder, dass sie so viel Glück in ihrem Leben hatte und dass sie das so dankbar mache. Diese Dankbarkeit, diese Art von Glück und vor allem eine tiefe Mitmenschlichkeit strahlt Frau Fischer spürbar aus. Fünf Klassen, fast 100 Schüler*innen der HLWest, verbrachten zwei sehr berührende und informative Stunden mit Frau Fischer, die gewiss weiter wirken werden.

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